IAA Weltkongress 2019: Gutes Karma

Was kommt als nächstes?

Einem Blick in die Kristallkugel glich die Frage, der sich der 44. Weltkongress der International Advertising Association in Kochi (Indien) unter dem Titel „Was kommt als nächstes“ von 20. bis 22. Februar 2019 widmete. Entsprechend der Ausrichtung der IAA als einzige Interessenvertretung von Werbetreibenden, Agenturen und Medien war die Herangehensweise an die Fragestellung vielseitig: Über 40 Vortragende aus der ganzen Welt brachten ihre Zukunftsprognosen ein und sorgten damit für einen branchenübergreifenden Zugang. Darunter sieben Vorstände von Fortune-500-Unternehmen und elf global agierende Tech-Giganten und der humanoide Roboter Sophia sowie – passend zur erstmaligen Austragung des Weltkongresses in Indien – drei Bollywood-Stars und Guru Sri Sri Ravi Shankar. 

Österreich war durch eine Delegation und Generalssekretärin Beatrice Cox-Riesenfelder (ORF-Enterprise) am internationalen Kommunikationsparkett stark vertreten.

Brand Dharma

Als übergeordnetes Thema wählte die globale Interessenvertretung von Werbetreibenden, Agenturen und Medien „Brand Dharma“. Das Sanskrit-Wort steht übersetzt für Rechtschaffenheit, Pflicht, Verantwortung, Tugend oder Güte und njimmt Bezug auf die weitreichende Verantwortung, die Marken heute tragen. Soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit werden von Konsumenten vermehrt eingefordert, die damit wesentlichen Einfluss auf die Ausgestaltung von Unternehmen und Marken im gesellschaftlichen, ökologischen als auch ökonomischen nehmen.

Hochkarätige Speaker

Im indischen Kochi wurden Zukunftsthemen unter anderem diskutiert von Skype-Mitgründer Jonas Kjellberg, Bestsellerautor und Zukunftsforscher Michael McQueen, Procter & Gamble-Chief-Brand-Officer Marc Pritchard, Columbia-University-Professor Hod Lipson, Alibaba-Chief-Marketing-Officer Chris Tung, Boston-Consulting-Group-Chairman Hans-Paul Burkner, Tennis-Champion Andre Agassi, WPP-Chief-Client-Officer Lindsay Pattison, Facebook-Chief-Creative-Officer Mark D’arcy oder Qualcomm-Chief-Marketing-Officer Penny Baldwin.

Österreich war durch die für die IAA typische Mischung aus Werbetreibenden, Medien und Agenturen vertreten. Neben ORF-Enterprise-Geschäftsführerin Beatrice Cox-Riesenfelder in ihrer Funktion als IAA-Global-Secretary-General hissten die rot-weiß-rote Flagge in Indien unter anderem Markus Gremmel (BAWAG P.S.K.), Mišo Ćurčić de Jong (Sony Österreich), Ulf Schöttl (Manner), Simone Ratasich (IP Österreich), Christoph Bösenkopf (Wirz Werbeagentur), Alfred Koblinger (PKP BBDO), Gabriela Stimpfl-Abele und Michaela Asteriou (IAA Austrian Chapter), Oliver Böhm und Petra Silbermair (ORF-Enterprise) sowie Dinko Fejzuli (Medianet).

„Die International Advertising Association hat beim 44. Weltkongress wieder gezeigt, dass sie die Kraft hat, international zu verbinden und kontrovers diskutierte Themen gemeinsam anzugehen. Das Bewusstsein für Themen der Kommunikationsbranche auf anderen Kontinenten schärft den Blick für wesentliche Trends. Als eines der stärksten IAA-Chapter profitiert Österreich massiv von der zunehmenden globalen Vernetzung“, resümiert ORF-Enterprise-Geschäftsführerin und IAA-Global-Generalsekretärin Beatrice Cox-Riesenfelder.

Globale Themen und lokale Schwerpunkte auf der Agenda

Der Umgang mit Daten ist nicht nur in Europa seit Inkrafttreten der EU-Datenschutzgrundverordnung ein Thema: In nahezu allen Teilen der Welt gewinnt der Umgang mit personenbezogenen Daten an Bedeutung, wobei auch die Diskussion um die Rolle der U.S.-Digitalgiganten zunimmt. Die IAA fordert eine stärkere Selbstregulierung der Marktteilnehmer, um strengen staatliche Regulierungen wie in der Europäischen Union vorzubeugen, führte etwa World President Srinivasan K. Swamy zu Beginn des Weltkongresses aus. Er sieht die Aufgabe der IAA darin, Orientierung zu geben und Komplexität zu reduzieren. Diese Strategie findet sich auch im neuen Markenauftritt wieder, der zu Jahresbeginn eingeführt wurde und eine Kompassnadel als Zeichen der Navigation durch die diverse Kommunikationslandschaft beinhaltet.

Digitalisierung hat als weltweites Phänomen unterschiedlichste Auswirkungen auf nationale und regionale Märkte. Diesen Bogen versucht die IAA als globale Interessenvertretung, die auf nationalen Chapters fußt, Rechnung zu tragen. Insights aus einzelnen Märkten wie die Erfolgsgeschichte von Alibaba wurden nicht als Konkurrenz zu bestehenden Geschäftsmodellen präsentiert. Der internationale Austausch soll dazu beitragen, Möglichkeiten der Digitalisierung individuell für die Evolution der jeweiligen Märkte zu nutzen.

„Die IAA hat enormes Potenzial, gemeinsame Strategien zu entwickeln und Märkte bei der Entwicklung voranzubringen. Dieser Wille, an einem Strang zu ziehen und weltweit voneinander zu lernen, war der positive Grundtenor beim 44. IAA-Weltkongress“, so Cox-Riesenfelder.

Weitere Informationen zum 44. IAA Weltkongress finden Sie auf https://iaaworldcongress.org.

Der nächste Weltkongress wird in St. Petersburg (Russland) stattfinden. Hier finden Sie alle Details.

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